Neues von der Marschbahn auf Sylt

Sylt / Westerland: Eine letzte Vollsperrung für zehn Stunden in der Nacht zum Montag – dann sind die fünfwöchigen Gleisbauarbeiten an der Sylt-Strecke beendet. Am Sonntag um 18 Uhr beginnen die Arbeiter mit dem Umbau der Signalanlagen, ab 4 Uhr soll die Strecke wieder frei sein. „Mit den Bauarbeiten sind wir sehr gut im Zeitplan“, erklärt Bahnsprecher Egbert Meyer-Lovis.

Info für Gäste der Ferienwohnung auf Sylt Sylter Deichwiesen

Die Sylter Wirtschaft ist mit den fünfwöchigen Einschränkungen bei der Bahn offenbar gut klar gekommen: „Alle sind souverän mit der Situation umgegangen“, zog Ronald Glauth vom Verein Sylter Unternehmer ein vorläufiges Fazit. Aus den Betrieben seien keine Hiobsbotschaften gekommen. „Alle waren gut informiert und haben sich auf die Einschränkungen eingestellt“, einige Firmen hätten den Mitarbeitern sogar Unterkünfte angeboten. Kritisch bemerkte Glauth allerdings, dass die Fahrer der Ersatzbusse in den ersten Tagen zwischen Klanxbüll und Niebüll „geheizt“ sein sollen:

Insgesamt investiert die Deutsche Bahn bis 2022 140 Millionen Euro in die Marschbahn zwischen Elmshorn und Westerland. Für den Austausch von 3000 Meter Gleisen im eingleisigen Abschnitt zwischen Lehnshallig und Klanxbüll musste der Autozugverkehr im November über vier Wochen an jeweils drei Tagen komplett gestoppt werden, zwischen Niebüll und Klanxbüll fuhren Ersatzbusse.

„Für dieses Jahr sind die Bauarbeiten beendet“, verspricht Egbert Meyer-Lovis. Als nächstes nehmen sich die Arbeiter auf der Marschbahn ab Ende Februar den Abschnitt ab Husum Richtung Süden vor.

Appartements auf Sylt in Westerland

– Quelle: https://www.shz.de/26610357 ©2019

 

Neue Baustelle am Kliff in Wenningstedt auf Sylt

Sylt / Wenningstedt:

Neues Restaurant in Wenningstedt. Info für Gäste der Ferienwohnung auf Sylt Sylter Deichwiesen.

Endlich kommt Schwung in den „Kliffkieker“ – das seit vier Jahren nicht mehr betiebene Restaurant in bester Lage am Wenningstedter Kliff wird abgerissen. Dort soll nun ein Restaurant mit 96 Innenplätzen, 96 Terrassenplätzen und einer Tiefgarage mit acht Stellplätzen entstehen. Doch eigentlich favorisiert die Gemeinde andere Pläne.

Auf dem Grundstück stand früher die Kurhaus-Strandhalle, die 1983 durch eine Sturmflut vernichtet wurde. Aus den Resten wurde dann der „Kliffkieker“. Die Gastwirtin Esther Meyer hatte den Betrieb bis vor sieben Jahren unter dem Namen „Kliffkieker“ geführt. Dann trug es für drei Jahre den Namen „Kliffkante“ und wurde vom benachbarten Restaurant „Meeresblick“ gepachtet und mitbewirtschaftet.

Nach Informationen unserer Zeitung hat die ehemalige Eigentümerin Esther Meyer das Grundstück mit dem Gasthaus am Ende der Strandstraße an eine Investorengruppe verkauft, an der Hermann Höft und Dirk Rose beteiligt sind. Auf dem Grundstück standen zwei Gebäude – das Gasthaus an der Promenade und ein Wohnhaus hinter dem Meeresblick. An der gleichen Stelle sollen wieder zwei Gebäude errichtet werden – ein Restaurant an der Strandstraße mit einer Dauerwohnung und einer Tiefgarage sowie ein Reetdachhaus weiter hinten, ebenfalls mit einer Dauerwohnung. – Quelle: https://www.shz.de/26438612 ©2019

Quelle: https://www.shz.de/26438612 ©2019

Weihnachtsmärkte auf Sylt

SYLTER WEIHNACHTSMÄRKTE – die Saison beginnt ab 1. 11. 2019

Ein Service der Ferienwohnung auf Sylt Sylter Deichwiesen

Mit der Suche nach den perfekten Weihnachtsgeschenken kann man ja eigentlich nie früh genug beginnen. Glücklicherweise empfinden die Sylter Werkstätten ähnlich. Das Lichterfest am 1. und 2. November ist somit der Auftakt der Sylter Weihnachtszeit. Und das bereits zum 12. Mal! Freuen Sie sich auf handgefertigte Kerzen, Müsli, Seife und tolle Sylter Produkte. Am 3. November geht es direkt weiter mit dem Julebasar der Dänischen Schule. Hier werden Handarbeiten und Weihnachtsschmuck, Dekoratives und Leckeres präsentiert. Und so wie für das leibliche Wohl in dänischer Tradition gesorgt wird, so gibt es natürlich auch Hot Dogs, Æbleskiver und Juleglögg. Kennen Sie noch nicht? Da werden Sie wohl vorbeikommen müssen. Weiter geht es dann am 23. und 24. November mit dem Archsumer Weihnachtsstübchen und dem Scheunenmarkt bei Familie Andersen in Keitum. Der kleine Weihnachtsmarkt in Archsum punktet durch seine besondere Atmosphäre in den Räumen der Alten Schule. Unterrichtet wird hier nicht mehr, dafür gibt es liebevoll Handgefertigtes von der Insel. Inmitten der behaglichen Atmosphäre entdecken Sie sicherlich einige originelle Geschenke, deren Geschichten Sie sich erzählen lassen dürfen, denn die gemütlichen Räume laden zum Schnack gradezu ein. In der Keitumer Landschlachterei geht es hingegen besonders herzhaft zu, wenn vom Grill der Duft von hausgemachten Würsten und bestem Sylter Rindfleisch in die Nase weht. Als Nachtisch sind die frischen Waffeln der Renner! Wenn Sie dann köstlich gesättigt und glücklich sind, können Sie sich von dekorativen Geschenkideen inspirieren lassen. Und wie praktisch, dass die beiden Dörfer nur einen Katzensprung entfernt sind, daraus lässt sich doch eine schöne Weihnachtsmarktroute planen. Doch natürlich ist das nur der Anfang, denn auch die Kampener sowie der Sylter Spitzekoch Jörg Müller locken mit feinen Kreationen und einer bezaubernden Atmosphäre. In die Zweite Saison startet am dem 12. Dezember ebenfalls der Sylter Wintermarkt in der neuen Mitte in Westerland. In der kompletten Weihnachtszeit ist immer was los, machen Sie sich also auf ein munteres Weihnachtsmarkthopping

Die Termine der Märkte auf Sylt finden Sie hier:

https://www.sylt.de/entdecken/veranstaltungen/weihnachten.html

Von Hessen nach Sylt mit dem Flieger

Rhein-Neckar Air fliegt im
Sommer von Kassel nach Sylt

Info der Ferienwohnung auf Sylt Sylter Deichwiesen

Schnelle und bequeme Verbindung auf die Ferieninsel während der Sommermonate: Die Fluggesellschaft Rhein-Neckar Air hat einen neuen Service gestartet und fliegt jede Woche jeweils sonnabends vom Flughafen Kassel nach Sylt. Die Einwohner im Großraum Kassel erhalten dann einen neuen Service, um während der Sommermonate schnell und bequem auf die Ferieninsel zu gelangen. Rhein-Neckar Air verlängert die Saison wegen großer Nachfrage, sodass die Flüge somit bis einschließlich 14. September 2019 stattfinden. Zum Einsatz kommt ein komfortabel ausgestattetes Flugzeug vom Typ Dornier 328 mit 31 Sitzen an Bord.

Mit der neuen Verbindung vom Flughafen Kassel vergrößert Rhein-Neckar Air ihr bestehendes Angebot nach Sylt. »Wir freuen uns sehr, dass wir unseren Flugplan um diese neue Strecke erweitern und unser Angebot nach Kassel und in die gesamte Region bringen können«, so Dirk Eggert, Geschäftsführer von Rhein-Neckar Air. »Seit dem ersten Flug der Rhein-Neckar Air vor mehr als fünf Jahren haben wir uns als Qualitätsanbieter sowohl im Geschäftsreiseverkehr als auch für Ferienflüge nach Sylt etabliert. Mit unserem Flugangebot ab Kassel schlagen wir ein neues, vielsprechendes Kapitel auf.« Die neuen Flüge starten in Kassel jeden Sonnabend um 12 Uhr mittags und erreichen die Nordseeinsel um 13 Uhr. Der einfache Flug enthält Leistungen wie 20 Kilogramm Freigepäck, acht Kilogramm Handgepäck sowie Getränke und eine kleine Mahlzeit. Kinder bis zwei Jahren erhalten eine Ermäßigung von 90 Prozent, bis zwölf Jahren 25 Prozent. Rhein-Neckar Air fliegt auch ab Mannheim – einem idealen Abflugort für Passagiere aus Rhein-Neckar und dem südlichen Rhein-Main-Gebiet – bis Ende Oktober viermal pro Woche nach Sylt. 

 

Selbstfahrender Bus auf Sylt

Keitum. So also sieht die Zukunft auf vier Rädern aus. Vorn und hinten zum Verwechseln ähnlich, in der Mitte eine großzügig bemessene Einstiegstür mit zwei nach außen und zur Seite sich öffnenden Flügeln.

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Die obere Hälfte des kleinen Busses besteht fast gänzlich aus Glas – ideale Voraussetzungen, von Keitum wirklich alles zu sehen, bis hoch zu den mit Reet gedeckten Dächern. Um 16.30 Uhr soll die Fahrt an diesem Dienstag auf dem Parkplatz West starten. Mein achtjähriger Sohn Paul und ich sind spät dran, wir haben auf dem Weg vom Parkplatz hierher die Beine in die Hand genommen, sind auf die letzten beiden freien Plätze gefallen, sitzen uns jetzt gegenüber, umgeben von lauter Touristen, die die kostenlose Dorfrundfahrt gerne mitnehmen.

 Drinnen in dem knuffigen Busschen ist es so hell wie draußen, ich schaue mich, ein wenig zur Ruhe gekommen, um. Die Anschnallgurte auf den Sitzen fallen auf, die Spannung steigt. Es ist ein bisschen wie in einem neuen Fahrgeschäft auf dem Hamburger Dom, von dem man schon einiges gehört hat, von dem man aber noch nicht weiß, wie es sich anfühlt, wenn man nachher wieder aussteigt. Ein knallrotes Schild in dem Gefährt warnt vor starken Bremsmanövern, deshalb wohl die Gurte. Also doch ein bisschen Dom in Keitum…

„Die Fahrt dauert 22 Minuten.“ An der Seite sitzt Artur Rempfer von der Sylter Verkehrsgesellschaft (SVG). Er fährt den Bus nicht, er sitzt nur dabei und greift ein, falls der autonom fahrende Bus nicht das macht, was er soll. Viele Wochen lang hat ein Stab von Spezialisten den Bus so programmiert, dass er allein den Weg durch die engen Gassen des Dorfes findet. Mit Lasern tastet er sich durch sein Revier.

Rempfer drückt auf den Startknopf. Das blau lackierte Mobil ruckelt merklich an. Nach zwei, drei Metern wieder ein kurzes Geruckel und dann fährt der Bus tatsächlich ganz von allein durch Keitum. Nicht schnell und etwas ruckelig auf den ersten paar hundert Metern, aber auf Ideallinie. Stille Achtung.

Das Ding ist zur rollenden Touristenattraktion geworden. Drinnen sitzen die, die die Touristen draußen auf dem Gurtstig fotografieren. Und draußen die, die wie gebannt am Straßenrand stehen und fotografieren und filmen, was das Smartphone hergibt. So fasziniert war das ältere Paar vom Busschen ohne Fahrer, dass die beiden am Rand der Keitumer Hauptstraße einfach mit dem Handy vor den Augen stehenblieben. Artur Rempfer, der freundliche Busbegleiter von der SVG, bleibt ganz entspannt sitzen. Und plötzlich, der Bus nähert sich in bedächtiger Fahrradgeschwindigkeit dem Paar, steht das Ding. Von geschätzten 12, 13 Stundenkilometern auf Null in weniger als zwei Sekunden. Ich muss mich schnell festhalten. Über das abrupte Manöver erschrocken, hält sich ab dieser Sekunde immer eine Hand an irgendwas fest.

Auf seinen rund 2,7 Kilometern durch Keitum ist jetzt der Bereich unweit der Sölring Museen erreicht. Die engen Straßen werden zu noch engeren Gassen, der Bus ohne Fahrer ertastet sich langsam seinen Weg. Und steht bei allem wirklich ziemlich unvermittelt, was er nicht kennt, worauf er nicht programmiert ist. Ein parkender Wagen, der ein bisschen zu sehr auf der Straße steht – das Ding zieht eine kompromisslose Vollbremsung durch. Das kleine Mädchen auf dem Fahrrad, das dem Bus auch nur entfernt zu nahe kommt – Zack: der Bus steht. Das Mädchen lacht. Nochmal? Ich lächle zurück, während unser Gefährt die nächste Haltestelle ansteuert.

„Die Fahrten sind kostenlos, auch in den nächsten Wochen“, informiert Rempfer, der das batteriebetriebene, ziemlich leise fahrende Fahrzeug auf seiner kompletten Fahrt nicht einmal mit einem bereitstehenden Joystick korrigieren muss. Die Laser erkennen sämtliche Hindernisse zuverlässig, mein Vertrauen in die Technik steigt.

Dann, auf der C.-P-Hansen-Allee, geht‘s ein paar hundert Meter schnurgeradeaus. Das Busschen gibt jetzt alles, fährt mit 16 Sachen die Straße runter, „schneller fährt er in Keitum nicht“, sagt Artur Rempfer. Immerhin, so schnell ist ein gemütlich fahrender Radler auch unterwegs – und viel schneller kommt man eh nicht durch Keitum, schon gar nicht in der Saison, wenn noch mehr Touristen am Straßenrand stehen werden. Oder dem Bus einfach im Weg, weil sie nicht genug fotografieren können.

Nach knapp 22 Minuten steuert das Busschen den Keitumer Kreisel an, fährt ihn flüssig ab und steht am Ende zentimetergenau da, wo er vorhin abgefahren ist.

Das mitgefahrene ältere Ehepaar aus Siegburg schaut nach seiner ersten Fahrt in einem autonom fahrenden Bus etwas skeptisch: „Schnell ist er nicht unterwegs und die Bremsmanöver sind schon sehr abrupt“, zieht der Mitsechziger Bilanz. Seine Frau nickt. Paul, mein Sohn, fand die Fahrt hingegen „ziemlich gut so ohne Fahrer, aber die Geschwindigkeit ist nicht so hoch wie ich sie mir vorgestellt habe. Aber es ist auch spannend, in so einem Roboter unterwegs zu sein.“ Keitum hat seine neue Attraktion, keine Frage.

Sieht so also die Zukunft auf vier Rädern aus? Bis dahin ist es sicher noch ein weiter Weg. Aber ein Anfang auf diesem Weg ist gemacht. Und der hat in Keitum auf Sylt begonnen.

Heiko Wiegand Sylt Spiegel